Wirkprinzip EM

Effektive Mikroorganismen nach Prof. Higa  - Für Landwirtschaft, Gartenbau, Haushalt und Gesundheit

Zentrales Wirk-Prinzip von EM

Die Wirkung der Mikroorganismengruppen in EM1 basiert auf zwei wichtigen Prinzipien:

       dem Dominanzprinzip         und       dem Fermentationsprinzip

Dominanzprinzip: Auf der Erde gibt es aufbauende Prozesse, bei denen Zustände in Biosystemen (ein Tier, ein Mikrobiotop usw.) mit höherer Ordnung und höherer Energie entstehen, und es gibt abbauende Prozesse die zu geringerer Ordnung und Energie führen. Beide Prozesse sind gut und lebensnotwendig, aber sie müssen sich mindestens die Waage halten, wenn unsere derzeitige belebte und noch einigermaßen lebenswerte Umwelt erhalten bleiben soll.

Tatsächlich aber haben abbauende, degenerative Prozesse seit der beginnenden Industrialisierung und dem industriellen Ackerbau stark überhand genommen, vereinfacht gesagt durch beispielsweise massenhaften Kunstdüngereinsatz, Erzeugung und Ausbringung völlig neuartiger Chemikalien, durch die Freisetzung von Bakteriengiften (Desinfektion, Penicillin) usw.. Um wieder in ein neues Gleichgewicht zu kommen müssen wir natürlich einerseits dies obengenannte Verhalten vermindern, aber gleichfalls müssen wir uns mikrobiell um die belastete Umwelt kümmern. Das Gleichgewicht kann durch das Ausbringen von EM, die eine Ansammlung vom etwa 90 verschiedenen Mikroorgansimengruppen darstellen, die alle eher der dominanten aufbauenden Gruppe zuzuordnen sind, wieder hergestellt werden. Durch wiederholtes Ausbringen der EM-Dominanten werden insbesondere die Gruppen der Opportunisten mit auf deren Seite gezogen und damit das Ungleichgewicht wieder ausgeglichen. Wer einmal selber EM bei kümmernden Pflanzen angewendet hat, durch besprühen der Pflanze und begiessen des belasteten Bodens, der hat erfahren, wie schnell und intensiv das Milieu verbessert wird und die Pflanze oft schon nach einer Woche sichtbar profitiert und “aufatmet”.

Fermentationsprinzip: Damit der Kreislauf von Werden und Vergehen geschlossen ist muß natürlicherweise auch ein Abbau von Strukturen stattfinden, damit aus diesen zerlegten Bestandteilen wieder neue Strukturen aufgebaut werden können. Wie jeder weiß gibt es aber verschiedene Wege beispielsweise ein altes Haus abzubauen. Mit der Abrissbirne, die alles zerschlägt, wobei ein Haufen Müll übrig bleibt, den keiner so recht wieder verwerten kann. Oder aber mit viel Handarbeit vom Dach her nach unten, wobei beispielsweise die Dachziegel einer Drainagebaufirma als neues Schüttmaterial zugeführt werden oder die Holzwerkstoffe einer Holzpelletsfirma, die dann die erzeugten Pellets Hausbrandöfen zuführt zur Heizung.

Bei mikrobiellen Abbau gibt es vergleichbar einerseits die schädliche Fermentation, die Fäulnis, andererseits aber auch die nützliche Fermentation die man Reife oder Rotte nennt. EM greift fördernd auch in abbauende Prozesse ein um sie in die höherwertige Richtung der nützlichen Fermentation zu lenken.

Fäulnis ist ein Prozess, bei dem bestimmte Mikroorganismen Eiweissstoffe anaerob abbauen, wobei faul riechende und nicht komplett abgebaute Stoffwechselprodukte entstehen, die meistens giftig für Pflanze und Tier sind (Ammoniak, Indole, Skatole, Merkaptane, Wasserstoffsulfid, Methan). Ferner werden all diese Produkte wieder in andere schädliche Substanzen und relativ unlösliche anorganische Substanzen umgesetzt. Wenn jedoch photosynthetische Mikroorganismen (sind in EM) anwesend sind, können diese unter anaeroben Umständen die produzierten Fäulnisprodukte benutzen, um wertvolle Stoffe herzustellen. Der Fäulnisprozess kann in einen Reifeprozess umgewandelt werden.

Nützliche Fermentation, also Reife, ist der anaerobe Prozess, bei dem bestimmte Mikroorganismen komplexe organische Moleküle in einfache organische und anorganische Substanzen abbauen, die direkt von der Pflanze aufgenommen werden können. Zugleich werden durch Mikroorganismen Stoffwechselprodukte produziert, wie Antibiotika, Hormone, Vitamine, Enzyme (Fermente), Antioxydantien usw., die auch von Pflanzen aufnehmbar sind. Diese Produkte können das Pflanzenwachstum stimulieren und die natürliche Widerstandskraft des Bodens, der Pflanze und des Tieres erhöhen und dadurch Krankheitsgeschehen vermindern. Die Antioxydantien sorgen dafür, das weniger Oxydation auftritt, wodurch der Fermentationsprozess stimuliert wird.

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